Personalisierte Krebstherapie
Auch in Covid-Zeiten ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in der industrialisierten Welt. Obwohl sich die Therapieoptionen ständig verbessern, sterben pro Jahr alleine in Deutschland ca. 230.000 Menschen an Krebs. Da Patienten aufgrund der Verschiedenartigkeit von Tumoren sehr unterschiedlich auf Medikamente ansprechen, ist es wenig effizient, die gleiche Therapie bei allen Patienten anzuwenden. Trotzdem geschieht dies meistens, weil schnelle, effektive und bezahlbare Ansätze zur „personalisierten Therapie“ fehlen. Prof. Dr. Christoph Merten von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne hat mit seinen Kollegen ein miniaturisiertes Gerät zur In-Vitro-Diagnostik entwickelt, welches es erlaubt, die Wirksamkeit von Medikamenten und Kombinationen innerhalb von 24 Stunden zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten und ohne Belastung direkt auf Tumorproben von Patienten zu testen. Aktuell bereitet er zusammen mit Krankenhäusern erste klinische Studien vor. „Wie in der Computertechnologie ist auch bei der von uns eingesetzten Fluidik die Miniaturisierung einer der wichtigsten Technologie-Treiber. Kompakte Plastikchips aus dem 3D-Drucker beschleunigen dies weiter. Wachsende Geschwindigkeit und verringerter Materialverbrauch sind die Basis für neue Geschäftsmodelle.“