Organismen hinterlassen in der Umwelt Fragmente des eigenen Erbguts, der eDNA, environmental DNA, in Form von mikroskopisch kleinen Gewebepartikeln oder als gelöste Moleküle. Diese DNA-Spuren nutzen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, um Tiere zu orten, die Lebensgemeinschaften von Flüssen und Seen mit einer Wasserprobe zu untersuchen, preisgünstige oder standardisierbare Frühwarnsysteme vor auftretenden Krankheiten zu errichten. In seinem Vortrag erläuterte Prof. Dr. Steffen Pauls vom Senckenberg-Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt anhand von Beispielen, wie die Untersuchung von Umwelt-DNA die Erforschung biologischer Vielfalt revolutioniert. „Wir können über Analysen von Umwelt-DNA alle Ebenen biologischer Vielfalt und deren Zusammenspiel erforschen; die Auswirkung von Umweltveränderungen auf Arten und Populationen besser verstehen und bessere Vorhersagen treffen, was mit Populationen und Arten unter veränderten Umweltbedingungen passieren könnte.“