Staatsschulden explodieren 

Im Jahr 2020 sind die Schulden der Staaten weltweit stark angestiegen.  Im Oktober 2020 betrug die Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland 2.200 Milliarden Euro. 2.200 Milliarden sind 2.200 mal 1.000 Millionen oder ausgeschrieben 2.2000.000.000.000 Euro.  Die Verschuldung Italiens liegt noch höher und aktuell bei 2.530 Milliarden, die Verschuldung Frankreichs sogar bei 2.638 Milliarden Euro.

Die Staatsverschuldung fasst die jährliche Schuldenaufnahme und vorhandenen Schulden aus vergangenen Jahren zusammen. Gemessen wird die Verschuldung am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Aus dem Verhältnis der Schulden zum BIP berechnet sich anschließend die Schuldenquote. Diese lag 2020 bei rund 68 Prozent für Deutschland. Die Schuldenquote Griechenlands liegt bei 187 Prozent, die Italiens bei 149 Prozent und die Frankreichs bei 114 Prozent.

Zwar gab es doch den Stabilitäts- und Wachstumspakt der Euro-Zone, der den Mitgliedern eine Schuldenquote von maximal 60 Prozent vorschreibt, bei einer Neuverschuldung von drei Prozent. Diesen Stabilitätspakt hat die EU wegen der schweren Rezession ausgesetzt – und zwar bis mindestens Ende des Jahres. Darüber hinaus will die EU-Kommission für bis zu 200 Milliarden Euro im Jahr Anleihen ausgeben, um damit den europäischen Corona-Hilfstopf zu füllen. Das sind bis zum Jahr 2026 weitere 800 Milliarden Euro.

Anders als in privaten Haushalten muss der Staat die Schulden nicht in absehbarer Zeit zurückzahlen. Solange regelmäßige Einnahmen für den Staat bestehen und die Ausgaben nicht überwiegen, droht kein Staatsbankrott. In der Regel lösen neue Kredite auslaufende Kredite ab.

Die Zinsen für Staatsanleihen sind aktuell sehr niedrig. Die Kosten für Schulden sind für die Staatskassen also gering. Die Gefahr, dass die Zinsen steigen, ist nicht abzusehen, solange Notenbanken wie die Europäische Zentralbank bei ihrer expansiven Politik blieben, das heißt Geld drucken und den Markt damit fluten.

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Die Inflation des Geldes und der Vermögenswerte

Staaten leihen sich Geld über Anleihen und die Rückzahlung erfolgt über neue Anleihen, denn Schulden wurden historisch immer mit neuen Schulden bezahlt. Dies führt zu einer permanent weiter ansteigenden Staatsverschuldung und einer weiter steigenden Geldmenge in immer schnellerer Geschwindigkeit.

Wenn die Geldmenge nun weitaus schneller steigt als die neu zu produzierende Menge der Güter, so sinkt der Wert des Geldes. Die Folge der steigenden Geldmenge bei gleichbleibender Anzahl von Gütern ist in der Regel ein Anstieg der Inflation.

Beträgt die vorhandene Geldmenge heute 100 Euro, so richtet sich der Preis eines Produktes nach dem Geldwert und Turnschuhe werden für 100 Euro verkauft. Beträgt die zur Verfügung stehende Geldmenge jedoch 125 Euro, so wird der Preis der Turnschuhe auch auf 125 Euro steigen. Diese Entwicklung sehen Sie auch am Beispiel der Immobilienpreise. Ein begrenztes Angebot eines Produktes trifft auf einen Überschuss an Geld und der Preis steigt. Die Preise für das deutsche Immobilienvermögen sind im Vergleich zum Vorjahresende um +7,0 % angestiegen.

Mit dem Begriff Inflation wird die Geldentwertung, also das Absinken des Geldwertes, bezeichnet. Verbraucher und Unternehmen bemerken diese Entwertung durch ein Ansteigen des Preisniveaus für Endprodukte wie Konsumgüter (z.B. Nahrungsmittel) oder Investitionsgüter (wie z.B. Maschinen). Im März 2021 stiegen die Verbraucherpreise (Inflation) in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Somit stiegen die Verbraucherpreise schon den dritten Monat in Folge, nachdem sie zuvor sechs Monate lang gefallen oder stabil geblieben sind.

So offensichtlich die Inflation bei größeren oder einmaligen Anschaffungen wie einem Auto oder einer Immobilie ist, so unscheinbar und schleichend macht Sie sich bei den regelmäßigen Ausgaben oder dem angesparten Vermögen bemerkbar. Auch beim Einkommen macht sich die Inflation bemerkbar, insofern trotz steigender Löhne viele Menschen nicht mehr in der Lage sind, sich eine Immobilie zu kaufen oder in größerem Umfang andere Vermögenswerte wie Aktien zu kaufen. Lesen Sie hierzu auch einen interessanten Kommentar in der NZZ.

Allerdings gilt eine moderate Teuerung im Rahmen eines wirtschaftlichen Aufschwungs auch aus Sicht der Zinswächter und Politik als durchaus wünschenswert. Sie trägt zur Stabilität der Preise bei und gilt als zusätzlicher Motor für den Aufschwung. Nicht durch Zufall beträgt schließlich das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) 2 Prozent und nicht etwa 0 Prozent.

Die Gewinner und Verlierer der nächsten Jahre

Schuldner besser als Gläubiger

Höhere Preissteigerungsraten, die in den Zinsen noch nicht berücksichtigt sind, helfen Schuldnern und benachteiligen Gläubiger. Denn ein nominell feststehender Kreditbetrag schrumpft bei sinkendem Geldwert im Laufe der Zeit real auf wundersame Weise zusammen. Auch der Staat als notorischer Großschuldner gehört zu den Profiteuren. Gläubiger, also Anleger in Anleihen, Festgeld, Sparbuch oder Tagesgeld zählen zu den Verlierern. Gibt es bei guter Bonität heute schon keine Zinsen mehr, so ist künftig sogar flächendeckend mit Negativzinsen zu rechnen – und dies auf vermutlich sehr lange Zeit.

Aktien besser als Festgeld, Versicherung, Bausparvertrag und Co. 

Mit einem Festgeld, Bausparvertrag oder einer Versicherung sind Sie Gläubiger einer Bank oder einer Versicherung. Dies bedeutet, Sie bekommen zu einem vereinbarten Zeitpunkt Ihre Einlage mit oder ohne Zinsen wieder zurück, so lange der Schuldner in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu bedienen. Mit einer Aktie oder einem Aktienfonds beteiligen Sie sich direkt bzw. indirekt an Unternehmen. Dies bedeutet, Sie profitieren von den Umsätzen und damit auch Gewinnen an den Unternehmen, an welchen Sie eine Beteiligung halten.

Eine Aktie ist eine Aktie – unabhängig von Staatsverschuldung, Währungsreform, Geldentwertung, Krisen, Kriege oder langanhaltenden Schwächephasen der Wirtschaft.

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Was soll ich jetzt mit meinem Geld machen?

Man muss vermutlich kein Hellseher sein, um festzuhalten dass

  • die Staatsverschuldung in den nächsten Jahren weiter zunimmt
  • Zinsen dauerhaft niedrig und uninteressant bleiben
  • Wachstum der Wirtschaft der einzige Weg aus der “Krise” sein kann
  • die Inflation unser ständiger Begleiter bleiben wird

Wir stellen deshalb folgende Hypothese auf:

  • Aktien- / Fondsanlagen werden langfristig die einzige Alternative sein, auch mit kleinen Anlagebeträgen Erträge zu erwirtschaften
  • Immobilien werden weiter teuer bleiben. Bei Neuinvestitionen sollte ein hoher Anteil günstig & langfristig finanziert werden
  • Zinsprodukte sind für die nächsten Jahre völlig uninteressant. Jedes vorhanden Sparprodukt ist somit auf dem Prüfstand.

Bei der Geldanlage in Investmentfonds präferieren wir den sukzessiven Einstieg bzw. das Abwarten auf eine Korrektur. Die Märkte sind bereits in den letzten Monaten überdurchschnittlich gelaufen. Wer heute 100.000 Euro besitzt ist schlecht beraten, wenn er sofort seine komplette Liquidität überstürzt in den Markt bringt. Ihre Anlageentscheidung sollte gut überlegt sein. Prüfen Sie mit uns Ihren aktuellen Ist-Status, sprechen Sie mit uns über Ihre finanziellen Ziele und passen Sie anschließend Ihre Anlagestrategie und das Timing Ihrer Investition mit uns gemeinsam an.

Lesen Sie hierzu gerne auch unseren Beitrag “Wie lege ich 100.000 Euro an“.

Nichtstun ist keine Alternative

fondsfueralle wurde im März 2003 gegründet. Mittlerweile betreut das in Augsburg ansässige Unternehmen mehr als 650 Mandate mit einem Anlagevolumen von über 53 Millionen Euro. Der Inhaber Martin Eberhard wurde im März 2021 unter die Top 3 Fondsexperten in Deutschland gewählt und erhielt die Auszeichnung mit dem Black Bull Award. Die Empfehlungsquote des Unternehmens unter Kunden beträgt 100 Prozent.

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Rechtlicher Hinweis

Keine Anlage ist ohne Risiko. Der Wert eines Investments kann während der Laufzeit einer Vielzahl von Marktrisiken, wie dem Zinsrisiko, dem Kursrisiko, dem Schwankungsrisiko, dem Währungsrisiko, dem Bonitätsrisiko anderer Marktteilnehmer usw. unterliegen.

Aufgrund ungünstiger Entwicklungen dieser Faktoren kann das eingesetzte Kapital zuzüglich der entstandenen Kosten vollständig verloren sein. Bei der Investition in Investmentfonds ist das Totalverlustrisiko durch die breite Streuung sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn einzelne Wertpapiere einen Totalverlust erleiden sollten, ist ein Gesamtverlust durch die breite Diversifikation unwahrscheinlich.

Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, das nach dem Grundsatz der Risikostreuung in verschiedenen Einzelanlagen (z.B.in Aktien, Anleihen, wertpapierähnlichen Anlagen oder Immobilien) investiert ist. Ein Depotinhaber kann mit dem Kauf von Investmentanteilen an der Wertentwicklung sowie den Erträgen des Fondsvermögens teilhaben und trägt anteilig das volle Risiko der durch den Anteilschein repräsentierten Anlagen.

Bei Investmentfonds, die auch in auf fremde Währung lautende Wertpapiere investieren bzw. in Fremdwährung geführt werden, muss berücksichtigt werden, dass sich neben der normalen Kursentwicklung auch die Währungsentwicklung negativ im Anteilspreis niederschlagen kann und Länderrisiken auftreten können, auch wenn die Wertpapiere, in die der Investmentfonds investiert, an einer deutschen Börse gehandelt werden. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die ausländischen Vermögenspositionen – am Maßstab des Euro betrachtet – an Wert.

Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu. Die Währungsentwicklung kann einen Gewinn aufzehren und die erzielte Rendite so stark beeinträchtigen, dass eine Anlage in Euro oder in Vermögenspositionen der Eurozone unter Umständen vorteilhafter gewesen wäre.

Die Angaben über die bisherige Wertentwicklung stellen keine Prognose für die Zukunft dar. Zukünftige Ergebnisse der Investmentanlage sind insbesondere von den Entwicklungen der Kapitalmärkte abhängig. Die Kurse an der Börse können steigen und fallen. Investmentfonds unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge der im Fonds enthaltenen Wertpapiere im Anteilspreis widerspiegeln