Deutschland – das Land der finanziellen Analphabeten?

Der deutsche Finanzvermittlungsmarkt zeichnet sich durch eine Reihe von Besonderheiten aus. Als einmalig zumindest innerhalb der EU gilt bereits die hohe Zahl an Akteuren aller Couleur. So kommen 0,61 Vermittler auf 100 Einwohner, in benachbarten Staaten ist es weniger als die Hälfte.

Dem Vermittler steht der typische Verbraucher mit oftmals unzureichenden finanziellen Bildungsstand gegenüber, was ein produktives Miteinander auf hinreichendem qualitativen Niveau erschwert. Der Nutzen und die langfristige Auswirkung einer finanziellen Entscheidung ist durch die meisten Verbraucher schwer zu erfassen oder gar zu bewerten. Mitunter herrscht der Wunsch vor, dem Berater die Entscheidung zu überlassen.

Durch diese belastete Ausgangskonstellation sind Fehlleistungen eher die Regel als die Ausnahme und auch empirisch zu belegen. Zum Beispiel werden 50-80% aller Langfristanlagen mit Verlust vorzeitig abgebrochen und die gesamten Vermögensschäden auf Grund mangelhafter Finanzberatung werden auf jährlich 20-30 Mrd. EUR geschätzt.

Dass Fehlberatung (anders als beim Autokauf o.ä.) lange Zeit oder gar nicht auffällt, ist eines der Hauptprobleme dieses Marktes. Verträge werden oftmals auf Vertrauensbasis gezeichnet oder weil man es schon “immer so macht”. Für die Immobilie ist auf den ersten Blick ein Bausparvertrag ein Muss – Altersvorsorge wird zwingend mit Lebens- und Rentenversicherungen verbunden! Kunden kaufen viel zu oft Produkte, anstatt sich an Ihren Zielen zu orientieren und nach passenden Lösungen zu suchen!

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2017-01-10T11:14:36+00:0026.07.16|Kategorien: Blog|0 Kommentare