SRI

Der SRI ist ein standardisierter Risikoindikator der sowohl die Volatilität (Schwankung) eins Finanzinstruments als auch die Bonität des Emittenten berücksichtigt. Bei der Volatilität des Finanzinstruments spricht man von Marktrisiko. Bei der Bonität des Emittenten von Kreditrisiko.

Als Ergebnis dieser Kombination gibt es eine Einstufung in einer 7-stelligen Skala, wobei 1 das geringste und 7 das höchste Risiko darstellt.

Bei Investmentfonds wird nur das Marktrisiko betrachtet, da das Kreditrisiko in einem Fondsportfolio gestreut ist. Eine Ausnahme bilden Garantiefonds, hier wird auch die Bonität des Garantiegebers mitberücksichtigt.

SRRI

Die Einteilung der Investmentfonds auf die drei verschiedenen Risikostufen (geringes Risiko, mittleres Risiko, hohes Risiko) erfolgt anhand des sog. SRRI. Die Abkürzung hierbei steht für “Synthetic Risk and Reward Indicator”. Die Berechnung erfolgt auf Basis der europäischen und österreichischen regulatorischen Vorschriften. Dieser Indikator ist integraler Bestandteil der “wesentlichen Anlegerinformationen” (KID: Key Investor Document) und gibt die Höhe der historischen Schwankungen des Fondsanteilspreises auf einer Skala von 1 bis 7 an.

Investmentfonds mit einem niedrigen SRRI weisen typischerweise geringe Kursschwankungen und damit eine geringere Wahrscheinlichkeit von zwischenzeitigen Kapitalverlusten auf. Fonds mit einem hohen SRRI unterliegen höheren Schwankungen und auch einem höheren Risiko, Kapitalverluste zu erleiden.

  • Die Einstufung des Fonds stellt keinen verlässlichen Hinweis auf die künftige Entwicklung dar und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
  • Die Einstufung in Kategorie 1 bedeutet nicht, dass es sich um eine risikofreie Anlage handelt.
  • Der Risikoindikator (SRRI) wird für jeden unserer Fonds auf unserer Webseite, dem Factsheet sowie dem KID angeführt.
SRRI Risikostufen Volatilitätsintervalle
1 Geringes Risiko 0 % bis < 0,5 %
2 ≥ 0,5 % bis < 2,0 %
3 Mittleres Risiko ≥ 2,0 % bis < 5,0 %
4 ≥ 5,0 % bis < 10,0 %
5 ≥ 10,0 % bis < 15,0 %
6 ≥ 15,0 % bis < 25,0 %
7 Hohes Risiko ≥ 25,0 %

Berechnungsmethode des SRRI

Die Volatilität (“Kursschwankungsfreudigkeit”) wird auf Basis von wöchentlichen Daten (“Renditen”) des Investmentfonds über die vergangen fünf Jahre ermittelt. Wenn die Historie des Investmentfonds zu kurz ist, können die Wertentwicklung einen Vergleichsvermögens oder alternative vom Gesetzgeber vorgegebene Methoden für die Ermittlung des SRRI herangezogen werden. Im Falle einer Ausschüttung von Erträgen werden diese bei der Berechnung mit berücksichtigt. Die Volatilität sowie der SRRI als Risikokennzahl unterscheiden nicht zwischen der Richtung der Schwankungen, sondern geben die allgemeine Schwankungsfreudigkeit wieder. Eine Volatilität von 3,0 % bedeutet beispielsweise, dass der Wert des entsprechenden Investmentfonds über die letzten fünf Jahre im Durchschnitt auf Jahresbasis bis zu plus/minus 3,0 % schankte.

Sharpe Ratio

Die Sharpe-Ratio ist eine Kennzahl, die die erzielte Rendite einer Veranlagung ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko setzt. Hierzu wird von der erzielten Rendite der risikolose Zinssatz (den man mit einer risikofreien Veranlagung wie etwa einem Sparbuch bekommen hätte) und dieser reduzierte Ertrag wird durch die Volatilität der Veranlagung (die Wertschwankungen) dividiert.

Als Ergebnis erhält man den Ertrag pro Risikoeinheit. Je höher dieser Wert ausfällt, desto eher wird das übernommene Risiko abgegolten.

Ein negativer Wert gibt an, dass das übernommene Risiko nicht mit entsprechenden Erträgen abgegolten wurde.

Tracking Error

Der Tracking Error gibt die Höhe der Abweichungen zwischen der Rendite des Fonds und einer Benchmark (Vergleichsindex) an und ist eine Messgröße für das aktive Risiko eines Investmentfonds.

Je höher der Tracking Error ist, desto größer sind die Abweichungen zu einer Benchmark und desto aktiver wird der Fonds gemanaget.

Beta-Faktor

Der Beta-Faktor ergänzt die Volatilität. Auch er zeigt das Kursschwankungspotential an. Der Beta-Faktor gehört zur Kategorie der Risikofaktoren. Er drückt die Dynamik einer Aktie aus, d. h. die Geschwindigkeit mit der sie Kursschwankungen im Gegensatz zu anderen Aktien durchläuft. Mit Hilfe statistischer Verfahren aus Vergangenheitswerten wird der Beta-Faktor  gewonnen. Dabei ist ein Beta-Faktor von 1 definiert als ein genau dem Index entsprechender Kursverlauf. Waren die Kursschwankungen eines Wertes stärker als die Kursschwankungen des Index, wird ein Beta-Faktor von über 1 definiert. Ein Beta-Faktor unter 1 bedeutet, dass die Kursschwankungen eines Wertes schwächer waren, als di Kursschwankungen des Index.