Der Flossbach von Storch Multiple Opportunities R im Test
Der Flossbach von Storch Multiple Opportunities R, mit über 23 Milliarden Euro Deutschlands Mischfonds-Flaggschiff, hat seinen Mehrpreis gegenüber einem simplen Multi-Asset-ETF in den vergangenen Jahren nicht mehr verdient. Ein passiver Amundi Multi-Asset Portfolio ETF mit einer Gesamtkostenquote von 0,41 Prozent schlägt den aktiv verwalteten Starfonds über fünf Jahre um rund 17 bis 20 Prozentpunkte kumuliert – und das bei vergleichbarem Risiko. Die Mittelabflüsse summieren sich seit 2023 auf geschätzt zehn Milliarden Euro. Die Ratingagentur Scope hat den Fonds innerhalb von 18 Monaten von „A“ auf „C“ herabgestuft. Was bleibt vom Mythos des „Börsengurus aus Köln“, wenn man die Zahlen sprechen lässt?
Martin Eberhard | zuletzt aktualisiert 18.03.2026

In diesem Kapitel
Wer ist Bert Flossbach – und was hat er aufgebaut?
Dr. Bert Flossbach, Jahrgang 1961, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und promovierte in Innsbruck über Portfoliomanagement-Konzepte. Nach Stationen bei der Matuschka Gruppe und als Executive Director bei Goldman Sachs in Frankfurt und New York gründete er 1998 gemeinsam mit Kurt von Storch die Flossbach von Storch AG in Köln – bewusst „fernab der Finanzzentren“, wie das Unternehmen bis heute betont. Die BaFin erteilte die Erlaubnis im Januar 1999.
Was folgte, ist eine der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten der deutschen Fondsbranche. Aus einem Vermögensverwalter für wohlhabende Privatanleger wurde ein Konzern mit über 400 Mitarbeitern, Büros in sieben europäischen Ländern und rund 70 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen. Allein die Multiple-Opportunities-Strategie bündelt über alle Anteilsklassen hinweg rund 36 Milliarden Euro – etwa die Hälfte des gesamten Firmenkapitals. Im Februar 2025 übertrugen beide Gründer ihre Anteile (jeweils rund 45 Prozent) in Familienstiftungen, rund zehn Prozent halten Mitarbeiter. Das Magazin Manager Magazin taxierte das gemeinsame Vermögen der Gründer 2024 auf 1,8 Milliarden Euro. Der Erfolg spielte sich, wie der Fondsanalytiker Gerd Kommer einmal spitz formulierte, „mehr auf der Ebene der Fondsgesellschaft und ihrer Gesellschafter ab als auf der Ebene der Fondsanleger.“
Flossbach selbst pflegt das Image des unabhängigen Denkers. Er trägt stets ein dickes Notizbuch mit sich, in dem er Marktbeobachtungen festhält. Selbst an Heiligabend trifft er am Bloomberg-Terminal Anlageentscheidungen, wenn die Märkte es erfordern. Sein Lieblingsunternehmen: Berkshire Hathaway – „die Firma hat die vielleicht beste Bilanz der Welt.“ Doch hinter der sorgfältig gepflegten Aura des bescheidenen Stockpickers verbirgt sich ein aggressiver Vertriebsapparat, der über Jahre hinweg den teuersten Vertriebskanal – die R-Anteilsklasse mit hohen Kickbacks für Bankberater – als Massenprodukt bei Sparkassen und Filialbanken platziert hat.
Die Fünf-Säulen-Philosophie und das Versprechen der Benchmark-Freiheit
Die Anlagephilosophie von Flossbach von Storch basiert auf dem sogenannten „Pentagramm“ – fünf Leitprinzipien: Diversifikation, Qualität, Flexibilität, Solvenz und Wert. „Der Preis ist das, was man zahlt – der Wert, was man dafür bekommt“, lautet das Warren-Buffett-Zitat, das Flossbach als eigene Maxime adaptiert hat. Das Fondskonzept verspricht eine flexible Mischung aus mindestens 25 Prozent Aktien, physischem Gold (bis zu 15 Prozent), Anleihen und Liquidität – alles aktiv gesteuert, ohne Benchmarkvorgabe.
Die aktuelle Portfoliostruktur per Ende Februar 2026 zeigt allerdings ein weniger flexibles Bild: 77,2 Prozent Aktien, 10,9 Prozent Gold, 8,9 Prozent Kasse und lediglich 3,4 Prozent Anleihen. Der Fonds ist de facto ein Aktienfonds mit Goldbeimischung – nicht der ausgewogene Mischfonds, den viele Anleger zu kaufen glauben. Die Top-10-Aktien – darunter Deutsche Börse, Reckitt Benckiser, adidas, Alphabet und Unilever – machen 26,6 Prozent des Portfolios aus. Insgesamt hält der Fonds nur 52 Aktientitel. Zum Vergleich: Der Amundi Multi-Asset Portfolio ETF investiert über seine Dachfonds-Struktur in rund 1.459 Einzelwerte.
Das zentrale Marketingargument ist die bewusste Benchmark-Freiheit. Flossbach erklärte 2025 im Spiegel-Interview: „Ich bezweifle, dass der MSCI World der richtige Index für das nächste Börsenjahrzehnt ist.“ Die offizielle Position: „Wir orientieren uns nicht an Vergleichsindizes, sondern wägen Chancen und Risiken immer sorgfältig ab.“ Für den Anleger bedeutet das: Kein transparenter Maßstab, an dem sich der Fondsmanager messen lassen muss. Gerd Kommer musste für seine Analyse eigens eine 70/30-Benchmark (MSCI World/RexP) konstruieren, weil FvS „in den Fondsunterlagen keine spezifische Benchmark-Asset-Allokation nennt.“ Scope behilft sich mit Peer-Group-Vergleichen – und selbst dort fällt der Fonds durch.
Die harten Zahlen: Performance, Kosten und der schleichende Kontrollverlust
Die langfristige Bilanz des Flossbach von Storch Multiple Opportunities R sieht auf den ersten Blick respektabel aus: Seit Auflage im Oktober 2007 erzielte der Fonds eine kumulierte Rendite von rund 261 Prozent, was etwa 7 Prozent pro Jahr entspricht. Doch diese Zahl verzerrt massiv. Gerd Kommer und sein Co-Autor Jakob Riemensperger zeigten bereits 2021 in einer vielbeachteten Analyse: „Während der ersten fünf Jahre seines Lebens von Oktober 2007 bis Ende 2012 produzierte der Flossbach-Fonds in der Tat phänomenale Renditen. Dann wendete sich das Blatt.“ Der Fonds profitierte vom perfekten Startzeitpunkt unmittelbar vor der Finanzkrise, in der er sich vergleichsweise gut schlug. Die Outperformance der Frühphase schmeichelt der Langfriststatistik bis heute.
Die jüngere Realität ist ernüchternd. Per extraETF-Daten vom 13. März 2026 lieferte der Fonds über fünf Jahre lediglich 17,2 Prozent kumuliert – das entspricht mageren 3,2 Prozent jährlich. Die Ein-Jahres-Rendite pendelt um die Nulllinie. Kalendarisch betrachtet: 2022 verlor der Fonds 12,5 Prozent, erholte sich 2023 auf +9,5 Prozent und 2024 auf +9,8 Prozent, nur um 2025 bei lediglich +3,0 Prozent zu landen. Im laufenden Jahr 2026 hat der Fonds bis Mitte März bereits wieder rund zwei Prozent verloren.
Besonders brisant ist die Performance Fee. Der Fonds erhebt 10 Prozent auf die Wertentwicklung über einer rollierenden Fünf-Jahres-Hochmarke, gedeckelt auf 2,5 Prozent des Fondsvermögens pro Geschäftsjahr. Diese Struktur wurde nachträglich von einer Allzeit-Hochmarke auf eine Fünf-Jahres-Hochmarke umgestellt – ein erheblicher Vorteil für die Fondsgesellschaft, da nach einem längeren Drawdown die Gebührenuhr schneller neu startet. Laut FTD-Recherche kassierte FvS in nur zwei Jahren rund 225 Millionen Euro allein an Performance Fees.
Der Vergleich, den Flossbach nicht führen will
Die folgende Gegenüberstellung mit dem Amundi Multi-Asset Portfolio UCITS ETF (DE000ETF7011) – einem regelbasierten Dachfonds-ETF mit fester 60/30/10-Allokation (Aktien/Anleihen/Rohstoffe) und jährlichem Rebalancing – offenbart das Ausmaß der Diskrepanz.
Der Amundi ETF schlug den FvS-Fonds in fünf von sechs gemessenen Kalenderjahren (2021–2026). Die einzige Ausnahme: 2023, als FvS um 1,4 Prozentpunkte vorne lag. Besonders schmerzhaft für das Narrativ des aktiven Vermögensschutzes: Im Krisenjahr 2022 verlor der FvS-Fonds mit -12,5 Prozent deutlich mehr als der passive ETF mit -9,4 bis -10,2 Prozent. Der Fonds, der Anleger in schwierigen Phasen schützen soll, versagte ausgerechnet dann, als es darauf ankam.
Die risikoadjustierte Rendite unterstreicht das Bild. Die Sharpe Ratio des Amundi ETF lag über drei Jahre bei 1,20 bis 1,27 – die des FvS-Fonds bei lediglich 0,45 bis 0,65. Über ein Jahr war die Sharpe Ratio des FvS-Fonds sogar negativ (-0,31): Er rentierte schlechter als eine risikolose Geldmarktanlage. Die minimal geringere Volatilität des FvS-Fonds (rund 6 Prozent versus 7 Prozent beim ETF über drei Jahre) rechtfertigt diesen drastischen Renditeabstand bei Weitem nicht.
Was 100.000 Euro Anleger wirklich kosten
Bei einer Modellrechnung mit identischer Bruttorendite von 6 Prozent jährlich und einer Einmalanlage von 100.000 Euro ergibt sich folgendes Bild über zehn Jahre: Der FvS-Anleger startet nach Ausgabeaufschlag von 5 Prozent mit nur 95.000 Euro und zahlt jährlich 1,62 Prozent TER – zuzüglich potenzieller Performance Fee. Nach zehn Jahren: rund 145.900 Euro. Der ETF-Anleger startet mit vollen 100.000 Euro, zahlt 0,41 Prozent jährlich und steht nach zehn Jahren bei rund 172.000 Euro. Die Differenz: über 26.000 Euro – ausschließlich durch Kosten. Rechnet man die Performance Fee und den Opportunitätskostenverlust des Ausgabeaufschlags mit ein, nähert sich der Gesamtunterschied 30.000 Euro. Das ist der Preis, den FvS-Anleger für aktives Management zahlen, das in den letzten Jahren keinen nachweisbaren Mehrwert erzielt hat.
Verschärft wird die Problematik durch die Anteilsklassen-Struktur. Von den 23 Milliarden Euro im Fonds liegen rund 19 Milliarden Euro in der teuren R-Klasse (TER 1,62 Prozent). Die institutionelle I-Klasse kostet nur 0,87 Prozent, die H-Klasse 0,97 Prozent. Die Differenz fließt als Bestandsprovision an Vertriebspartner – ein systemischer Anreiz, Privatanlegern die teuerste Variante zu verkaufen.
Zehn Milliarden Euro Abflüsse – wer verlässt das Schiff?
Die Mittelabflüsse aus dem FvS Multiple Opportunities haben eine Dimension erreicht, die das Geschäftsmodell fundamental herausfordert. Bert Flossbach bestätigte 2023 persönlich Abflüsse von zwei Milliarden Euro – die ersten Netto-Abflüsse in der Unternehmensgeschichte. 2024 beschleunigte sich der Trend: 3,49 Milliarden Euro verließen laut Morningstar-Daten die FvS-Publikumsfonds, davon allein knapp zwei Milliarden aus dem Multiple Opportunities SICAV. Für 2025 meldete Citywire vier Milliarden Euro Abflüsse, wobei Morningstar allein im dritten Quartal 848 Millionen bezifferte.
Kumuliert sind seit 2023 geschätzt rund zehn Milliarden Euro aus den FvS-Fonds abgeflossen. FvS-Partner Christian Schlosser räumte ein, die Abflüsse würden „weitergehen“, und verwies auf das Ende der „Sonderkonjunktur“ durch steigende Zinsen. Die Analystin Natalia Wolfstetter von Morningstar wurde konkreter: Die Abflüsse hingen „auch mit der jüngsten Performanceschwäche zusammen.“ Im Portfolio fehlten „einige der großen Gewinner wie Nvidia“, während defensive Konsum- und Pharmawerte belastet hätten. Das FTD-Finanzportal bilanzierte im Oktober 2025 schonungslos: „6,8 Milliarden Euro Abflüsse in zwei Jahren – kein Betriebsunfall, sondern ein Misstrauensvotum.“
Der strukturelle Branchentrend verstärkt das Problem. Europäische Anleger zogen 2024 insgesamt 42 Milliarden Euro aus aktiv verwalteten Mischfonds ab und investierten im selben Zeitraum 247 Milliarden Euro in ETFs – ein Rekord. FvS ist das prominenteste Opfer einer tektonischen Verschiebung der Anlegerpräferenzen.
Was Flossbach sagt – und was die Daten zeigen
Bert Flossbach begegnet der Kritik mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und selektiver Demut. „Unsere Daseinsberechtigung ist nicht gottgegeben. Wir müssen sie uns Tag für Tag aufs Neue erkämpfen“, sagte er in einem Interview. Gleichzeitig bleibt er offensiv: In der NZZ warnte er im Februar 2026, die KI-Investitionsblase werde nicht sanft enden: „Es wäre das erste Mal in der Geschichte, dass ein solcher Investitionsboom sanft und geräuschlos endet.“
Die Ironie: Genau diese Skepsis gegenüber dem Tech-Sektor – insbesondere gegenüber Nvidia, dem der Fonds bewusst fernblieb – hat die Underperformance maßgeblich verursacht. Flossbach verteidigte die Entscheidung: „Nvidia hat ja kein in Stein gemeißeltes Monopol.“ Doch wer als aktiver Manager 1,62 Prozent jährlich verlangt und die größte Börsenstory des Jahrzehnts verpasst, muss sich fragen lassen, wofür Anleger eigentlich zahlen.
Auch die Zinsprognose entpuppte sich als Fehleinschätzung. 2019 proklamierte Flossbach: „Die Zinsen bleiben für immer tief“ und „Es gibt kein Zurück mehr zu normalen Zinsen.“ Die aggressive Zinserhöhungswelle ab 2022 strafte diese These ab – und traf den Fonds vorbereitet auf eine Welt, die es nicht mehr gab. In der Passiv-versus-Aktiv-Debatte griff Flossbach 2018 gar zum Argument, passives Investieren sei „ein riesiges Macht- und Kartellproblem, das die Marktwirtschaft, vielleicht sogar die Demokratie bedrohen kann.“ Gerd Kommer widerlegte die Behauptung sachlich: Der tatsächliche Marktanteil passiver Strategien liege „unter fünf Prozent.“
Der Größenfluch und die Nachfolgefrage
Ein Fonds mit 23 Milliarden Euro ist, wie das FTD-Portal treffend formulierte, „kein Schnellboot, sondern ein Tanker – jede Kurskorrektur wird zur Operation am offenen Herzen.“ Mit nur 52 Aktientiteln im Portfolio kann jede nennenswerte Umschichtung den Markt bewegen. Die akademische Forschung zeigt konsistent: Fondsgröße korreliert negativ mit Alpha-Generierung. Die Flexibilität, die Flossbachs Pentagramm verspricht, wird durch die Physik des Volumens konterkariert.
Dazu kommt das Nachfolgerisiko. Bert Flossbach, 63 Jahre alt, ist weiterhin der einzige namentlich genannte Fondsmanager des Flaggschiffs. Ein Co-Manager namens Mark Broschinski, der gelegentlich genannt wird, ließ sich in keiner öffentlichen Quelle verifizieren. Zwar hat FvS die Rechtsform 2024 in eine Societas Europaea umgewandelt, sieben Partner ernannt und die Geschäftsführung auf drei Vorstände verbreitert – darunter Tobias Schafföner für Investment Management. Kurt von Storch räumte ein: „Wir versuchen hier etwas, woran der halbe deutsche Mittelstand scheitert.“ Flossbach selbst beteuert: „Wir sind längst keine Zwei-Mann-Show mehr.“ Doch solange sein Name allein auf dem Factsheet steht, bleibt der Fonds eine Personenwette – auf einen 63-Jährigen, dessen jüngste Track Record die schwächste seiner Karriere ist.
Strukturelles Versagen oder vorübergehende Schwäche?
Die entscheidende Frage lässt sich in zwei Szenarien destillieren. Im optimistischen Szenario ist die Underperformance zyklisch: Flossbach hat bewusst Value- und Qualitätsaktien übergewichtet, die nach Jahren der Growth-Dominanz irgendwann rotieren werden. Gold, mit rund elf Prozent Portfolioanteil, könnte bei einer echten Krise als Absicherung glänzen. Die Langfristbilanz seit 2007 ist trotz allem ordentlich.
Im pessimistischen Szenario ist die Underperformance strukturell: Der Fonds ist zu groß für alpha-generierende Selektionsentscheidungen, zu teuer gegenüber passiven Alternativen, zu abhängig von einem alternden Gründer und zu stark vermarktet über ein Narrativ – Inflationsschutz, Benchmark-Freiheit, Qualität –, das die empirische Überprüfung nicht besteht. Die Scope-Doppelherabstufung von „A“ auf „C“, die kumulierten Abflüsse von rund zehn Milliarden Euro und die negative Sharpe Ratio über ein Jahr stützen das pessimistische Szenario.
Die Wahrheit liegt vermutlich dazwischen, aber mit einer klaren Tendenz: Der Fonds hat über den gesamten gemeinsamen Existenzzeitraum mit dem Amundi ETF (seit 2016) kumuliert rund 30 Prozentpunkte weniger geliefert – trotz höherer Aktienquote und trotz Goldbeimischung in einer Phase stark steigender Goldpreise. Das ist kein Pech, das ist ein Muster.
Fazit: Das Ende einer Ära, nicht einer Firma
Der Flossbach von Storch Multiple Opportunities R bleibt ein gut gemanagter Fonds mit einer respektablen Langfristbilanz und einem überzeugenden Qualitätsansatz. Doch die Kombination aus Kostenbelastung von effektiv 1,6 bis 2,1 Prozent jährlich, einem Fondsvolumen, das Flexibilität strukturell einschränkt, einer demonstrativen Benchmark-Verweigerung und einer mehrjährigen Phase deutlicher Underperformance gegenüber simpelsten passiven Alternativen wirft eine unbequeme Frage auf: Zu welchem Preis kauft man die Marke Flossbach?
Die Antwort der Anleger ist eindeutig – sie stimmen mit den Füßen ab. Die Antwort der Ratingagenturen ebenfalls: Scope bewertet mit „C“, was für einen Fonds dieser Prominenz einem Alarmsignal gleichkommt. Was bleibt, ist eine starke Marke mit schwächelnder Substanz – und die offene Frage, ob Bert Flossbachs nächster großer Contrarian-Call (Tech-Skepsis, Gold-Übergewichtung, Europafokus) aufgehen wird. Wenn ja, dürften die Kritiker verstummen. Wenn nein, wird die Branche ein weiteres Mal lernen, dass kein noch so begabter Fondsmanager die Arithmetik der Kosten dauerhaft überwinden kann.
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