Alle Formen der Kapitalanlage haben denselben Zweck – Geld einzusetzen, um daraus mehr Geld zu machen. Das gilt für ein klassisches Sparbuch ebenso wie für eine Aktienanlage. Wofür Sie dieses Geld dann nutzen, hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen und Plänen ab.

Für den Erfolg Ihrer Geldanlage sind 10 Faktoren relevant, die sich alle gegenseitig beeinflussen. Wenn Sie den Erfolg Ihrer Geldanlage in eine finanzmathematische Gleichung bringen würden, so hätte jeder dieser Faktoren Einfluss auf die anderen Faktoren und würde somit zu ganz unterschiedlichen Parametern führen. Ob Ihre Geldanlage also funktioniert oder nicht, hängt nicht nur von der Entwicklung des Anlageproduktes ab, sondern auch vom Verhalten des Anlegers und seinen persönlichen Rahmenbedingungen.

  • Wir möchten gerne mit Ihnen möglichst pünktlich und stressfrei an Ihrem definierten Vermögensziel ankommen.
  • Es geht nicht um Produkte, sondern um die Erreichung Ihrer Vermögensziele
  • Geldanlage ist kein 100-Meter Lauf, sondern meistens ein Marathon mit vielen Höhen und Tiefen.

Deshalb ist es unerlässlich, über die 10 Faktoren der Geldanlage nachzudenken und diese gemeinsam schriftlich festzuhalten.

10 Faktoren für eine funktionierende Geldanlage

Darauf sollten Sie unbedingt achten

Realistisches Sparziel = Wichtigster Faktor Ihrer Geldanlage

Einmal angenommen, Sie werden 87 Jahre alt und möchten ab dem 67. Lebensjahr eine monatliche Rente in Höhe von 1.000 Euro beziehen. Dann müssten Sie mit beispielsweise 47 Jahren über 20 Jahre lang jeden Monat 1.000 Euro auf die Seite legen.

Wir gehen in diesem Beispiel von einer Rendite von 0 % p.a. bei herkömmlichen Geldanlagen aus. Steuer, Inflation und Kosten bleiben zunächst unberücksichtigt.

Viel Zeit = geringes Startkapital & Budget & hohe Renditechance

Beginnen Sie beim gleichen Szenario (monatliche Rente ab dem 67. Lebensjahr monatliche Rente in Höhe von 1.000 Euro bis zum 87 Lebensjahr) bereits mit 42 statt 47 Jahren, so reduziert sich Ihre Sparrate von  1.000 Euro auf 800 Euro monatlich.

Wir gehen in diesem Beispiel von einer Rendite von 0 % p.a. bei herkömmlichen Geldanlagen aus. Steuer, Inflation und Kosten bleiben zunächst unberücksichtigt.

Hohes Budget = geringes Startkapital & gute Renditechance

Mit Ihrem monatlichen Budget beeinflussen Sie Ihre Zielerreichung. Für eine verlässliche Planung ist deshalb von Anfang an wichtig, sich Gedanken über Ihre langfristig nachhaltige Sparfähigkeit zu machen. Das konstante Festhalten an der monatlichen Sparrate auch während temporären Schwächephasen liefert Ihnen über den Cost-Average-Effekt einen gleichmäßigen Einstieg in den Wertpapiermarkt.

Darüber hinaus empfiehlt es sich zum Ausgleich der Inflation den Sparplan mit einer Beitrags-Dynamik auszustatten.

Hohes Startkapital = geringe nötige Sparrate 

Für die Erreichung Ihres Vermögenszieles ist es sinnvoll nicht bei 0,– Euro zu starten. Prüfen Sie im nächsten Schritt alle verfügbaren Geldanlagen und hinterfragen Sie, welchen Teil Ihres Geldes Sie welchem Vermögensziel zuordnen möchten. Steht Ihnen kein Startkapital zur Verfügung, so gilt es das gewünschte Sparziel durch höheres monatliches Budget auszugleichen.

Verfügen Sie in unserem Beispiel bereits über ein Startkapital von 120.000 Euro, so reduziert sich logischerweise die nötige Sparrate von 1.000 Euro auf nur noch 500 Euro im Monat.

Wir gehen in diesem Beispiel von einer Rendite von 0 % p.a. bei herkömmlichen Geldanlagen aus. Steuer, Inflation und Kosten bleiben zunächst unberücksichtigt.

Hohe Rendite = Positiver Einfluss auf alle anderen Anlagefaktoren

Viele Anleger schauen ausschließlich auf die Rendite Ihrer Geldanlage. Diese Betrachtungsweise ist insbesondere dann sehr kritisch, wenn es sich um kurze Zeiträume handelt. Niemand kann die Entwicklung eines Wertpapiers über die nächsten Monate vorhersehen und damit auch nicht die Rendite. Im Vergleich zum Vermögensziel, Startkapital, monatlichem Budget und der Zeit ist die Rendite der einzige Faktor der in dieser Gleichung nicht exakt definierbar ist. Häufig stellen wir fest, dass es dann ausgerechnet dieser Faktor sein sollte, der den Sparer pünktlich ans Ziel bringen sollte.

Steuer, Inflation und Kosten bleiben in dieser Betrachtung zunächst unberücksichtigt.

Inflation = Dramatische Auswirkung auf Ihr Sparziel

Berücksichtig man in unserer Beispielrechnung eine Inflationsrate von nur 1 %, so verändert sich die Zielsumme nach 20 Jahren von 240.000 auf 324.000 Euro. Um eine Kaufkraft von dann 1.000 Euro zu erhalten, wird also zum 67. Lebensjahr eine monatliche Rente von 1.221 Euro nötig sein.

Das Vermögen verliert über 20 Jahre also 20 % seiner Kaufkraft.

Die aktuelle Inflationsrate finden Sie beim Statistischen Bundesamt.

Steuer = Minderung Ihrer Erträge um 25 % Kapitalertragsteuer

Seit 2009 gibt es für die Einnahmen aus Kapitalerträgen einen einheitlichen Steuersatz. Dieser beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

In unserem Beispiel ist nicht absehbar, ob in 20 Jahren die gleichen Steuerregeln gelten, wie heute. Deshalb ist auch dieser Faktor bei Ihrer Finanzplanung im Idealfall mit mindestens 25 % auf Ihre zu erwartenden Erträge zu berücksichtigen.

Kosten = Viele Produkte sind zu teuer

Was Ihre Geldanlage in Euro und Cent kostet, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Die Gesamtkosten beeinflussen natürlich Ihren Anlageerfolg und sind stark abweichend. Hier gilt jedoch nicht, dass das günstigste Produkt auch zeitgleich die beste Rendite abwirft. Ebenso sollten neben Kosten des Produktes auch die Kosten Ihres Finanzberaters in Ihre Betrachtung mit einbezogen werden. Transparenz ist hier oberstes Gebot.

Gier = ein schlechter Ratgeber bei Ihrer Anlageentscheidung

Viele Kunden treffen Anlageentscheidungen nicht aus finanzmathematischer Überlegung und sorgfältiger Planung, sondern getrieben von den Leitmotiven Gier und Angst. Gier basiert auf dem Wunsch, sein Geld schnell zu vermehren. Die Gesetzmägßigkeiten des Kapitalmarktes und die Grundüberlegungen einer Anlageentscheidung werden hierbei vielfach ausgeblendet. Schmerzhafte Anlagefehler sind die Folge.

Angst = ein schlechter Ratgeber bei Ihren Anlageentscheidungen

Ebenfalls wie Gier ist Angst ein schlechter Ratgeber bei der Geldanlage. Hier geht es nicht um rationale Entscheidungen sondern um ein Gefühl. So ist häufig festzustellen, dass Kunden bei stark gefallenen Wertpapiermärkten aus Angst Ihre Anlagen abstossen. Genauso fehlt vielen Sparern der Mut, an günstigen Börsentagen beherzt einzukaufen, denn die Märkte könnten ja noch weiter fallen.

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So begleiten wir Sie zu Ihrem Vermögensziel

Unser Job ist es nicht, jeden Monat den “Markt” zu schlagen. Unsere Aufgabe ist es viel mehr, sie möglichst stressfrei und pünktlich an Ihr Vermögensziel zu begleiten. Deshalb beginnt unsere Zusammenarbeit damit, möglichst umfassend zu erfahren, was Sie mit Ihrem Geld in den nächsten Jahren vorhaben, damit wir Sie möglichst optimal auf Ihrer Reise begleiten können.

Beispiel einer Finanzplanung
Beispiel einer Finanzplanung – interaktiv