Korrektur an den Märkten – mit Ansage

Seit Beginn des neuen Jahres machen viele Anleger in Aktien, Investmentfonds oder ETFs eine ganz neue Erfahrung: „Die Kurse können auch fallen“ – und das sogar ziemlich schnell. Für langfristig engagierte Investoren ist es nahezu unvermeidlich, dass sie regelmäßig Korrekturen an den Märkten mitmachen.

Während meines Berufslebens habe ich etliche dieser Phasen miterlebt. Daraus gibt es mehrere Erkenntnisse:

  • Korrekturen sind etwas ganz normales
  • Die Geschichte lehrt uns, dass Aktienmärkte auf lange Sicht eine steigende Tendenz aufweisen
  • Nach einer Abwärtsbewegung geht es  immer wieder aufwärts
  • Wenn die Kurse unten sind, kauft man günstiger, als wenn Sie oben sind

Der verstorbene Börsen-Altmeister André Kostolany erklärt die Bewegungen an den Kapitalmarkt mit einem einfachen Hund-Börse-Vergleich:

„Die Börse sowie die reale Wirtschaft verhalten sich wie ein Hund (Börse) zu seinem Herrchen (Wirtschaft), so der Altmeister. Solange das Herrchen vorwärts geht (Wirtschaftswachstum) geht auch der Hund voran. Allerdings läuft der Hund oft voraus, manchmal hinterher und selten neben seinem Besitzer.“

Übertragen auf die aktuelle Situation bedeutet dies:

Börse ist ein Vorwegnahmemechanismus, aus dem die Akteure an den Finanzmärkten ableiten, dass die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder anspringen wird und damit die derzeit steigenden Kurse rechtfertigen wird. Bekanntlich gibt es an den Märkten aber kein logisches Gesetz, nach dem sich die Kurse entwickeln müssen. Denn inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass der Hund dem Herrn bereits zu weit vorausgeeilt ist. Damit muss die Wirtschaft jetzt erst einmal „liefern“, d.h., durch gute Ergebnisse die positive Aktienstimmung bestätigen. Hinzu kommt:

Die Märkte sind in den letzten beiden Jahren förmlich heiß gelaufen.  So stieg z.B. der S&P 500 vom März-Tief von knapp 2.200 Punkt in 2020 ohne Verschnaufpause bis auf fast 4.800 Punkte. Das war ein Anstieg von sage und schreibe 118 Prozent in weniger als zwei Jahren.

Eigentlich sollte es uns deshalb nicht wundern, wenn der Markt zwischenzeitlich auch mal wieder 10 Prozent nachgibt, was einer ganz normalen und oftmals gesunden Korrektur entspricht.

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14 Prozent Schwankung pro Jahr sind „normal“

Mit dem Einbruch von 4.800 Punkten auf 4.400 Punkten hat der amerikanische Aktienmarkt 10 % seines Höchststandes eingebüßt. Im langfristigen Durchschnitt lagen die durchschnittlichen Korrekturen pro Jahr bei über 14 % – also eine ganz „normale“ Entwicklung.

Gründe für die Korrektur gab es in den letzten Tagen einige:

  • Die hohe Inflation zwingt die Notenbank fast zu zinspolitischen Maßnahmen. Diese wurden in den USA bereits angekündigt.
  • Unternehmen aus dem Technologiesektor können Ihre explosionsartigen Wachstumszahlen aus der Corona-Zeit nicht mehr toppen.
  • Die Kurse sind allgemein sehr hoch gelaufen
  • Der politische Konflikt um die Ukraine liefert zusätzlichen Zündstoff

Davon abgesehen gibt es sowieso  „immer“ einen Grund, warum Aktien nun steigen oder fallen und wenn es keinen gibt, dann wird zur Not auch einer gefunden.

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Was können Sie jetzt tun?

In unseren Monatsupdates vom Dezember und Januar haben wir bereits auf die hohen Bewertungen der Aktienmärkte hingewiesen und einen möglichen Teilverkauf angesprochen. Rückblickend eine gute Entscheidung, da Sie mit der nun vorhandenen Liquidität heute wieder günstiger einkaufen können.

Historisch haben sich Korrekturen über 10 % langfristig immer als gute Kaufgelegenheit bewiesen. Dies bedeutet für Sie, dass Sie in der aktuellen Marktphase unsere Depots mit einem ordentlichen „Discount“ erhalten. Erfahren Sie dazu mehr in unserem nächsten Monatsupdate am 02.02.2022 oder buchen Sie Ihren persönlichen Wunschtermin

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