Mischfonds: Was liefern die Flaggschiffe noch?

Es gibt Momente, in denen die Fondsindustrie ungewollt ehrlich wird. Einer davon ist das Nachrechnen. Nehmen Sie drei der bekanntesten deutschen Mischfonds — den Flossbach von Storch Multiple Opportunities R (ISIN: LU0323578657), den ACATIS Value Event Fonds (ISIN: DE000A0X7541) und den Phaidros Funds Balanced A (ISIN: LU0295585748) —, halten Sie ihnen über fünf Jahre einen einfachen, regelbasierten Multi-Asset-ETF von Amundi mit einer Gesamtkostenquote von 0,41 Prozent entgegen, und es zeigt sich ein Befund, der die aktive Fondsbranche in ihrer Selbstdarstellung fundamental herausfordert: Alle drei Flaggschiffe haben verloren. Nicht knapp. Nicht phasenweise. Sondern systematisch.

Die Frage ist berechtigt: Welchen Mehrwert bieten die bekanntesten Mischfonds heute noch?

Martin Eberhard | zuletzt aktualisiert 05.03.2023

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Mischfonds schneiden über die letzten Jahre eher bescheiden ab und das ausgerechnet in einer Epoche, die aktiven Managern reichlich Gelegenheit geboten hätte: Covid-Crash. Ukrainekrieg. Rohstoffschock. Historische Zinswende. KI-Boom und Nvidia-Rally. Trump-Zölle. Jede dieser Phasen war eine Einladung — und jede wurde, mit wenigen Ausnahmen, verpasst. Ein guter Grund für uns und für Sie, gemeinsam genauer hinzusehen.

Drei Marken, eine Niederlage

Der Flossbach von Storch Multiple Opportunities R hat über fünf Jahre rund 17 bis 20 Prozent kumuliert erwirtschaftet — annualisiert rund 3,2 Prozent. Der Amundi Multi-Asset Portfolio ETF (ISIN: DE000ETF7011) schaffte im selben Zeitraum 36 bis 39 Prozent. Die Differenz: rund 18 Prozentpunkte. Bei einer Anlage von 100.000 Euro bedeutet das eine Vermögenslücke von über 26.000 Euro — ausschließlich durch Kosten und Underperformance.

Der ACATIS Value Event Fonds lieferte über fünf Jahre 19,5 Prozent, während die eigene 50/50-Benchmark aus Geldmarkt und MSCI World 44,8 Prozent erzielte. Das Alpha auf Jahressicht beträgt laut extraETF minus 9,56 Prozent. Und hinter diesem Absturz steht ein fundamentaler Vertrauensbruch: Das Investmentteam, das die historische Rendite erarbeitete — die GANÉ Aktiengesellschaft mit Dr. Uwe Rathausky und Henrik Muhle — wurde im Februar 2024 fristlos entfernt. Was Anleger seither kaufen, ist eine Vergangenheitsrendite unter anderen Vorzeichen. Das Scope-Rating: C.

Der Phaidros Funds Balanced A verlor im Krisenjahr 2022 fast 17 Prozent — annähernd doppelt so viel wie der passive ETF mit rund 9,4 Prozent. Das Alpha über fünf Jahre: minus 2,92 Prozent jährlich (extraETF). Mit dem Tod des langjährigen Co-Managers Ernst Konrad Anfang 2025 fehlt einer der prägenden Köpfe des Fonds.

Das Erbe gescheiterter Vorgänger?

Das ist kein neues Phänomen. Die Geschichte aktiver Mischfonds lehrt dasselbe Muster seit Jahrzehnten.

Carmignac: Vom Mythos zur 6,6-Milliarden-Ruine

Der Carmignac Patrimoine (ISIN: FR0010135103), aufgelegt 1989 von Edouard Carmignac, galt als der europäische Mischfonds schlechthin. In der Finanzkrise 2008 verlor er nur 0,03 Prozent — während der Markt 40 Prozent einbrach. Das Volumen schwoll auf über 28 Milliarden Euro an. Dann folgte der Absturz in Zeitlupe.

Im Jahr 2018 verlor der Fonds 11,3 Prozent — in einem Jahr, in dem Anleger von einem ausgewogenen Mischfonds Kapitalschutz erwartet hatten. Über zehn Jahre erzielte er laut offizieller Carmignac-Webseite nur 2,8 Prozent jährlich bei laufenden Kosten von bis zu 1,91 Prozent. Heute verwaltet der Fonds noch rund 6,59 Milliarden Euro — weniger als ein Viertel des Peaks (Quelle: Carmignac.com, März 2026). Die Performance Fee von bis zu 20 Prozent auf Überrenditen kassierte das Haus in guten Jahren — in schlechten Jahren gab sie nichts zurück.

Das Portfoliomanagement wechselte innerhalb von fünf Jahren dreimal komplett: Edouard Carmignac trat im Januar 2019 zurück, sein Nachfolger-Team wurde im September 2023 ausgetauscht, im April 2024 folgte der nächste Umbau. Drei Managementkonstellationen in fünf Jahren bei einem defensiven Mischfonds. Erst 2025 zeigt der Fonds wieder relative Stärke.

Ethna-AKTIV: Zwölf Milliarden Euro und die stille Erosion

Beim Ethna-AKTIV (ISIN: LU0136412771, laufende Kosten: 1,87 Prozent) wuchs das Volumen auf über 12 Milliarden Euro. Dann kamen die Jahre 2015 bis 2021: Sechs Jahre Seitwärtsbewegung, in denen ein MSCI World ETF rund 80 bis 100 Prozent zulegte. Morningstar rankte den Fonds 2019 als klaren Verkaufskandidaten. Citywire listete ihn auf Platz 307 von 337 in seiner Kategorie. Heute verwaltet der Fonds noch rund 2 Milliarden Euro — eine Erosion von über 80 Prozent seit dem Höchststand (Quelle: Finanzen.net, März 2026).

Das gemeinsame Muster

Was Carmignac, Ethna und die drei aktuellen Flaggschiffe verbindet, ist das Gesetz des Größenwachstums. Die akademische Forschung liefert dazu eine klare Antwort.

Berk & Green (2004) zeigten im Journal of Political Economy, dass Kapital rational zu erfolgreichen Managern fließt — bis das erwartete Alpha gegen null geht. Chen, Hong, Huang & Kubik (2004) dokumentierten im American Economic Review empirisch: Eine Verdopplung des Fondsvolumens führt zu einem Performance-Rückgang von rund 65 bis 96 Basispunkten jährlich. Bei Small-Cap-Strategien ist der Effekt am stärksten; bei Large-Cap-Multi-Asset-Strategien schwächer — aber vorhanden. Pástor, Stambaugh & Taylor (2015, 2022) bestätigten auf Branchenebene: Je größer die gesamte aktive Fondsindustrie wird, desto schwieriger wird Alpha-Generierung. Song (2020) zeigte im Journal of Finance, dass Skill und Größe systematisch fehlgepaart sind: Anleger verwechseln Faktor-Rückenwind mit echtem Alpha und pumpen Kapital in Fonds, die weit über ihre Kapazität hinausgewachsen sind.

Praxisübersetzung: Ein Fonds mit 20 Milliarden Euro trägt ein strukturelles Handicap von schätzungsweise 65 bis 100 Basispunkten jährlich gegenüber einem gleich gemanagten kleineren Fonds. Hinzu kommen 1,2 bis 1,6 Prozent Kostennachteil. Um den Amundi ETF (0,41 Prozent TER) zu schlagen, muss der aktive Fonds jedes Jahr 2 bis 2,5 Prozentpunkte Bruttoalpha erwirtschaften — dauerhaft und konsistent. Die SPIVA- und Morningstar-Daten zeigen: Das schaffen über zehn Jahre weniger als 6 Prozent aller aktiven Mischfonds.

Was die Wissenschaft sagt

Die akademischen Befunde werden von aktuellen Marktdaten bestätigt. Der SPIVA Europe Year-End 2024 (S&P Dow Jones Indices, publiziert März 2025) erfasst zwar keine Mischfonds-Kategorien direkt, liefert aber den übergeordneten Befund: Über 15 Jahre gibt es keine einzige Fondskategorie, in der eine Mehrheit aktiver Manager ihren Index schlug. Über zehn Jahre underperformierten 93 Prozent der aktiven europäischen Aktienfonds.

Für Mischfonds liefert das Morningstar European Active/Passive Barometer (Year-End 2024) die einschlägigen Zahlen. In der Kategorie „EUR Cautious Allocation – Global“ schlugen über zehn Jahre nur 5,3 Prozent der aktiven Fonds ihre passiven Vergleichsprodukte. Fast die Hälfte aller aktiven Mischfonds (43,5 Prozent) wurde innerhalb von zehn Jahren geschlossen oder fusioniert — ein massiver Survivorship Bias, der die wahre Erfolgsquote noch weiter nach unten drückt. Die durchschnittliche annualisierte Underperformance über zehn Jahre: rund 150 Basispunkte gegenüber passiven Alternativen.

Die S&P-Studie „Heroes in Haystacks“ (2025) simulierte Multi-Asset-Portfolios aus aktiven Fonds gegenüber einfachen Indexblends: 96,9 Prozent der 60/40-Portfolios aus aktiven Fonds underperformierten gleichgewichtete Indexblends über zehn Jahre — bei höherer Volatilität.

Der Inflationsschock 2022

Der Inflationsschock 2022 war für den Flossbach von Storch Multiple Opportunities R, den ACATIS Value Event Fonds und den Phaidros Funds Balanced A ein echter Härtetest — und aus Anlegersicht fiel er enttäuschend aus. Der starke Zinsanstieg kam nicht völlig überraschend, sondern zeichnete sich bereits ab Mitte 2021 ab. Gerade aktive Mischfonds hätten auf dieses neue Umfeld vorbereitet sein oder ihre Portfolios rechtzeitig anpassen müssen.

Stattdessen zeigte sich, wie anfällig viele dieser Konzepte für ein Ende der Niedrigzinswelt waren. Besonders problematisch: Ein einfacher passiver Misch-ETF mit starrer Anleihequote kam 2022 besser durch das Jahr als alle drei aktiv gemanagten Fonds. Das ist deshalb so bemerkenswert, weil ein passives Produkt weder taktisch reagieren noch Chancen gezielt nutzen kann.

Und genau diese Chancen gab es 2022 durchaus: Energie-, Rohstoff- und inflationsnahe Titel entwickelten sich deutlich besser als der breite Markt. Doch weder der Flossbach von Storch Multiple Opportunities R noch der ACATIS Value Event Fonds noch der Phaidros Funds Balanced A konnten daraus erkennbar Kapital schlagen. Das eigentliche Problem war also nicht nur der Schock selbst, sondern dass diese Fonds ausgerechnet in der Phase enttäuschten, in der Anleger auf aktives Risikomanagement und echte Diversifikation vertraut hatten.

Versäumte Chancen: 2020 bis 2026

Quellen: extraETF, Morningstar, justETF, eigene Berechnungen. Kalenderjahrwerte gerundet.

Selten war die Bühne für aktives Management so groß wie in den vergangenen Jahren – und selten wurde sie so wenig genutzt. COVID, Zölle, Inflation, Ukraine, Trump, Tech-Euphorie: eine Abfolge von Krisen, Brüchen und Marktphasen, die gerade aktiven Mischfonds wie dem Flossbach von Storch Multiple Opportunities R, dem ACATIS Value Event Fonds und dem Phaidros Funds Balanced A die Chance gegeben hätten, ihre Stärke zu zeigen. Genau dafür zahlen Anleger schließlich Gebühren: für Einordnung, Anpassung und klügere Entscheidungen als ein starres Regelwerk.

Denn all diese Phasen waren nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, sich zu beweisen. Die Corona-Krise verlangte schnelles Reagieren. Der Inflationsschock 2022 eröffnete Chancen in Energie, Rohstoffen und inflationsnahen Anlagen. Der Ukraine-Krieg veränderte ganze Sektoren. Zölle und geopolitische Spannungen verschoben Kapitalströme. Und die Tech-Euphorie stellte Manager vor die nächste Bewährungsprobe: mitgehen, untergewichten oder rechtzeitig gegen Übertreibung absichern. Aktives Management gab es damit so selten nie zuvor in Reinform – mit außergewöhnlich vielen Gelegenheiten, richtige Entscheidungen sichtbar zu machen.

Umso ernüchternder ist die Bilanz: Nicht das Fehlen von Chancen ist das Problem, sondern die verpasste Gelegenheit, sie zu nutzen. Ausgerechnet in einer Zeit, in der aktives Management seinen Mehrwert besonders klar hätte beweisen können, blieb dieser Nachweis beim Flossbach von Storch Multiple Opportunities R, beim ACATIS Value Event Fonds und beim Phaidros Funds Balanced A aus Sicht vieler Anleger zu oft aus.

Aktuelle Abflüsse: Der Markt stimmt ab

Für 2023 verzeichnete der deutsche Mischfondssektor laut BVI −15,5 Milliarden Euro an Nettomittelabflüssen — für 2024 weitere −9,7 Milliarden Euro. Kumuliert über zwei Jahre: 25 Milliarden Euro. Der GANÉ Value Event Fund — von demselben Team, das beim ACATIS für die historische Performance verantwortlich war — sammelte im gleichen Zeitraum 854 Millionen Euro netto ein. Das Votum der Anleger ist eindeutig.

Der vollständige Vergleich

Die Steuerfalle langjähriger Anleger

Der am häufigsten verdrängte Punkt in dieser Debatte ist die Steuerfalle. Wer einen dieser Fonds seit Jahren hält, sitzt oft in einer goldenen Falle: Es haben sich Gewinne aufgebaut, die bei einem Verkauf versteuert werden müssten.

Seit der Investmentsteuerreform 2018 gilt: Altgewinne aus vor 2009 gekauften Fondsanteilen bleiben bis Ende 2017 steuerfrei. Für Wertzuwächse ab 2018 gibt es einen persönlichen Freibetrag von 100.000 Euro. Bei Mischfonds sind zudem 15 Prozent des Gewinns steuerfrei, sodass effektiv nur 85 Prozent der Gewinne der Abgeltungsteuer unterliegen. Die Vorabpauschale sorgt zusätzlich für eine laufende Mindestbesteuerung bei thesaurierenden Fonds.

In vielen Fällen ist das steuerliche Argument gegen einen Wechsel aber schwächer, als es klingt. Beispiel: Wer vor 2009 gekauft hat und seit 2018 nur moderate zusätzliche Gewinne erzielt hat, kann diese oft noch vollständig über den 100.000-Euro-Freibetrag abdecken. Dann fällt unter dem Strich trotz Verkauf keine endgültige Steuerbelastung an oder sie ist deutlich geringer als befürchtet.

Entscheidend ist daher der Break-even: Wie lange dauert es, bis niedrigere Kosten und bessere ETF-Performance die einmalige Steuerbelastung ausgleichen? Liegt der laufende Nachteil des aktiven Fonds gegenüber einer ETF-Lösung bei rund 2 bis 3 Prozent pro Jahr, kann sich ein Wechsel trotz Steuer schon nach wenigen Jahren rechnen. Bei hohem Freibetrag oder langem Anlagehorizont noch schneller.

Die praktische Schlussfolgerung lautet: Steuern sind ein wichtiger Punkt, aber nicht automatisch ein K.-o.-Kriterium gegen einen Fondswechsel. Wer noch viele Jahre investiert bleiben will und dauerhaft einen teuren, schwächeren Fonds hält, sollte einen Wechsel zumindest ernsthaft prüfen — idealerweise mit steuerlicher Beratung.

Hier noch eine noch kürzere Version:

Viele Anleger bleiben nicht aus Überzeugung, sondern aus Steuerangst in alten Fonds. Doch seit der Reform 2018 sind Altgewinne bis Ende 2017 geschützt, und für spätere Gewinne gibt es einen Freibetrag von 100.000 Euro pro Person. Dazu kommt die Teilfreistellung bei Mischfonds. Deshalb ist die Steuerhürde oft kleiner als gedacht. Wer langfristig noch 10 Jahre oder mehr anlegt und jährlich 1,5 bis 3 Prozent Nachteil gegenüber einem ETF hat, sollte einen Wechsel trotz Steuer ernsthaft prüfen.

Das Damoklesschwert für 2028

Im Dezember 2025 einigten sich EU-Rat und Europaparlament im Trilog auf die EU Retail Investment Strategy (RIS). Nach formeller Verabschiedung und 24-monatiger Umsetzungsfrist gilt sie voraussichtlich ab 2028 auch in Deutschland.

Kernpunkt: Das „Value for Money“-Prinzip. ESMA und EIOPA entwickeln aufsichtliche Benchmarks in 42 Peer Groups (nach Anlageklasse, Risikoindikator, aktiv/passiv). Produkte, deren Kosten als „nicht gerechtfertigt und unverhältnismäßig“ eingestuft werden, dürfen nicht mehr an Privatanleger vertrieben werden (Quelle: Debevoise & Plimpton, Dezember 2025). Die ESMAs eigene Forschung stellte fest: Aktive Aktienfonds haben „in past years underperformed, in net terms, both passive equity funds and equity ETFs, as well as their own benchmarks, primarily due to the large impact of ongoing costs.“

Das Provisionsverbot wurde im Kompromiss nicht eingeführt — weder vollständig noch teilweise. Stattdessen gilt eine verstärkte Best-Interest-Pflicht: Provisionen sind nur zulässig, wenn sie die Servicequalität für den Kunden nachweislich verbessern. Einzelne EU-Mitgliedstaaten dürfen nationale Verbote einführen; Deutschland hat keine Absicht, dies zu tun.

Für Fonds mit dauerhaft negativem Alpha und TER von über 1,5 Prozent entsteht damit erstmals ein regulatorischer Rechtfertigungszwang, der bisher fehlte.

Fazit: Ein Muster, kein Unfall

Carmignac hat es uns gelehrt. Ethna hat es uns gezeigt. FvS, ACATIS und Phaidros zeigen es erneut: Aktive Flaggschiff-Fonds scheitern nicht an mangelndem Talent ihrer Manager. Sie scheitern an der Mathematik ihres eigenen Erfolgs.

Outperformance zieht Kapital an. Kapital zerstört Alpha. Fehlende Performance treibt Abflüsse. Der Zyklus beginnt von vorn — mit neuen Namen auf den Factsheets und denselben alten Gebührenstrukturen.

Die Daten sind eindeutig. Das Morningstar Barometer zeigt: 94,7 Prozent der aktiven Mischfonds schlugen über zehn Jahre keine passiven Alternativen. Die Wissenschaft erklärt: Skaleneffekte machen nachhaltiges Alpha in Milliardenfonds zur statistischen Anomalie. Die Abflüsse belegen: 25 Milliarden Euro verließen deutsche Mischfonds in zwei Jahren. Die Steuerfrage ist real — aber für viele Anleger dank 100.000-Euro-Freibetrag kein dauerhafter Hinderungsgrund.

Was bleibt, ist ein Befund: Zu wenig Rendite für zu viel Geld. Der Beweis für das Gegenteil bleibt ausstehend.

Quellenverzeichnis

Fondsdaten und Performance:

  • extraETF (extraetf.com) — Performance, Alpha, Sharpe Ratio, Volatilität, Drawdown
  • justETF (justetf.com) — ETF-Kennzahlen Amundi Multi-Asset Portfolio ETF
  • Morningstar Deutschland (morningstar.de) — Ratings, Fondsprofile
  • Scope Analysis (scopeanalysis.com) — Fondsratings
  • Finanzen.net — Fondskurse und Stammdaten
  • onvista.de — Fondskurse und Kennzahlen
  • Finanzfluss (finanzfluss.de) — Fondsdaten
  • Fondsweb (fondsweb.com) — Fondsdaten

Einzelfonds:

  • Carmignac (carmignac.com) — offizielle Produktseite, Jahresberichte, AuM
  • FIL Fondsbank (ffb.de) — Investmentsteuerreformgesetz
  • Flossbach von Storch (flossbachvonstorch.de) — Factsheets, Monatsberichte
  • GANÉ Aktiengesellschaft (gane.de) — ACATIS GANÉ-Trennungschronologie
  • Eyb & Wallwitz (eybwallwitz.de) — Phaidros Balanced Factsheets

Marktdaten und Branchentrends:

  • BVI Bundesverband Investment und Asset Management (bvi.de) — Mischfonds-Abflüsse, Marktdaten
  • DAS INVESTMENT (dasinvestment.com) — Abflusszahlen, Branchennachrichten
  • FONDS professionell (fondsprofessionell.de) — Marktberichte
  • Citywire (citywire.com) — Abflussdaten FvS
  • envestor.de — DWS Top Dividende, Fondsanalysen
  • Boerse-Online (boerse-online.de) — DWS Top Dividende
  • Private Banking Magazin — Fondsmanagerwechsel

Wissenschaftliche Quellen:

  • Berk, J. & Green, R. (2004): „Mutual Fund Flows and Performance in Rational Markets“, Journal of Political Economy, 112(6)
  • Chen, J., Hong, H., Huang, M. & Kubik, J. (2004): „Does Fund Size Erode Mutual Fund Performance?“, American Economic Review, 94(5)
  • Pástor, L., Stambaugh, R. & Taylor, L. (2015): „Scale and Skill in Active Management“, Journal of Financial Economics, 116(1); Update 2022 (SSRN 3928654)
  • Song, Y. (2020): „The Mismatch Between Mutual Fund Scale and Skill“, Journal of Finance, 75(6)
  • Yan, X. (2008): „Liquidity, Investment Style, and the Relation between Fund Size and Fund Performance“, Journal of Financial and Quantitative Analysis, 43(4)

Studien und Regulatorik:

  • SPIVA Europe Year-End 2024 Scorecard (S&P Dow Jones Indices, März 2025)
  • Morningstar European Active/Passive Barometer Year-End 2024 (März 2025)
  • S&P Dow Jones Indices: „Heroes in Haystacks“ (2025)
  • Debevoise & Plimpton: „EU Retail Investment Strategy: First Takeaways“ (Dezember 2025)
  • Haufe: „Basiszins zum 2.1.2026 zur Berechnung der Vorabpauschale“ (Januar 2026)
  • Investmentsteuergesetz (InvStG 2018), § 18 (Vorabpauschale), § 20 (Teilfreistellung), § 56 (Übergangsvorschriften)
  • BVI FAQ Besteuerung von Investmentfonds (bvi.de)
  • IWW: „100.000 EUR-Freibetrag mehrfach nutzen“ (2024)

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