Sehr geehrte Damen und Herren,

während wir in Deutschland vor dem nächsten Lockdown stehen, notiert der DAX auf neuen Höchstständen. Getragen werden die Kurse von der Hoffnung auf ein baldiges Re-Opening durch steigende Anzahl weltweit geimpfter Personen gegen das Virus und durch Geld – durch viel, viel Geld.

Was der Politik und großen Teilen der Bevölkerung aktuell nicht gelingt ist an der Börse bereits in vollem Gange. Die Märkte befinden sich in der Phase “nach Corona”. Die Mehrheit der Marktteilnehmer geht von einer globalen Erholung der Weltwirtschaft aus und die Börse nimmt dies vorweg. Jeder positive Unternehmensnachricht, jeder Silberstreif am Horizont bei den Wirtschaftsdaten und jede positive Nachricht über den Fortschritt der Impfungen wird von den Märkten gefeiert.

Negative Schlagzeilen werden komplett ausgeblendet bzw. unterbrechen bis dato die Kauflaune an den Aktienmärkten nur kaum.

Gleichzeitig fluten Politik und Notenbanken die Märkte mit immer neuem Geld.
So verabschiedete die US-Notenbanken erst vor wenigen Tagen ein weiteres Konjunkturprogramm über 1,9 Billionen US – Dollar. Mittlerweile beträgt somit die gesamte Corona-Hilfe der US-Regierung allein mehr als 6 Billionen US-Dollar.

Das viele Geld am Markt und die Rückkehr der Konsumlaune der Verbraucher befeuern nicht nur die Kurse, sondern ebenfalls die Sorgen vor einer steigenden Inflation.

Steigt die Inflation, so folgen die Zinsen in der Regel als korrigierendes Element auf dem Fuße. In den USA hatten wir hier insbesondere im März schon einen deutlichen Sprung der Renditen nach oben.

Steigen die Zinsen, so werden Anlagen in Aktien zunehmende uninteressanter. So kam es auch im März erneut zu Korrekturen, insbesondere im Technologiesektor.

Der Tanz der Märkte gleicht dem Verhalten eines Artisten auf dem Drahtseil.
Das Fangnetz bilden die Notenbanken und die Fallhöhe sollte nicht allzu groß sein. Die Luft nach oben wird jedoch merklich dünner.

2021 wird es deutlich schwieriger, Geld zu verdienen, als in 2020.
Steigt die Inflationsgefahr, so steigen die Zinsen und fallen die Aktien. Ebenfalls geben dann die Kurse festverzinslicher Wertpapiere und damit auch von Renten- und Mischfonds nach.

Aktive Fondsmanager sind nun gefragt, die Balance zu halten und nicht vom Seil zu fallen. Wir beobachten diese Entwicklung derzeit sehr genau.

Aktien sind nicht mehr billig und können korrigieren, bei festverzinslichen Wertpapieren drohen Kursverluste durch einen Zinsanstieg und bei Tages- und Termingeld greift das Verwahrentgelt schon ab 25.000 Euro.

Fazit:

Wir glauben, dass Aktien aus heutiger Sicht die interessanteste Anlageklasse widerspiegeln. Kurzfristige Korrekturen in den kommenden Wochen könnten daher für Zukäufe genutzt werden. Defensive Depots werden unserer Meinung nach keine erhöhte “Sicherheit” bieten, sondern stecken wie das Tagesgeld und Festgeld faktisch in der Sackgasse. Wir tendieren zum sukzessiven Aufbau von Positionen in unseren Depotvarianten 60, 80 und 100 Prozent Aktienquote.

Ebenfalls spannend zu beobachten ist, welche Entwicklung asiatische Aktien ein Jahr nach Corona hinter sich hatten. Grund genug, uns allein deshalb und auch in die Zukunft betrachtet bei unserem nächsten Webinar am 06.04.2021 nicht nur mit unseren Modellportfolios, sondern auch mit Asien als interessanten Zielmarkt zu beschäftigen.

Jede große Krise der letzten Jahrzehnte hat zu einem Favoritenwechsel an den Aktienmärkten geführt. Und so deutet derzeit vieles darauf hin, dass wir im Zuge der globalen Pandemie am Anfang einer asiatischen Dekade stehen.

Bleiben Sie interessiert und investiert

Ihr fondsfueralle – Team

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zum Newsletter |März 2021

Rechtlicher Hinweis

Keine Anlage ist ohne Risiko. Der Wert eines Investments kann während der Laufzeit einer Vielzahl von Marktrisiken, wie dem Zinsrisiko, dem Kursrisiko, dem Schwankungsrisiko, dem Währungsrisiko, dem Bonitätsrisiko anderer Marktteilnehmer usw. unterliegen.

Aufgrund ungünstiger Entwicklungen dieser Faktoren kann das eingesetzte Kapital zuzüglich der entstandenen Kosten vollständig verloren sein. Bei der Investition in Investmentfonds ist das Totalverlustrisiko durch die breite Streuung sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn einzelne Wertpapiere einen Totalverlust erleiden sollten, ist ein Gesamtverlust durch die breite Diversifikation unwahrscheinlich.

Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, das nach dem Grundsatz der Risikostreuung in verschiedenen Einzelanlagen (z.B.in Aktien, Anleihen, wertpapierähnlichen Anlagen oder Immobilien) investiert ist. Ein Depotinhaber kann mit dem Kauf von Investmentanteilen an der Wertentwicklung sowie den Erträgen des Fondsvermögens teilhaben und trägt anteilig das volle Risiko der durch den Anteilschein repräsentierten Anlagen.

Bei Investmentfonds, die auch in auf fremde Währung lautende Wertpapiere investieren bzw. in Fremdwährung geführt werden, muss berücksichtigt werden, dass sich neben der normalen Kursentwicklung auch die Währungsentwicklung negativ im Anteilspreis niederschlagen kann und Länderrisiken auftreten können, auch wenn die Wertpapiere, in die der Investmentfonds investiert, an einer deutschen Börse gehandelt werden. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die ausländischen Vermögenspositionen – am Maßstab des Euro betrachtet – an Wert.

Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu. Die Währungsentwicklung kann einen Gewinn aufzehren und die erzielte Rendite so stark beeinträchtigen, dass eine Anlage in Euro oder in Vermögenspositionen der Eurozone unter Umständen vorteilhafter gewesen wäre.

Die Angaben über die bisherige Wertentwicklung stellen keine Prognose für die Zukunft dar. Zukünftige Ergebnisse der Investmentanlage sind insbesondere von den Entwicklungen der Kapitalmärkte abhängig. Die Kurse an der Börse können steigen und fallen. Investmentfonds unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge der im Fonds enthaltenen Wertpapiere im Anteilspreis widerspiegeln