Was uns Nike über den globalen Konsum sagt

Der weltgrösste Sportartikelkonzern hat im Quartal per Ende Mai (überraschend?) einen Verlust geschrieben. In China erholt sich das Geschäft jedoch bereits deutlich. Auch beschleunigt sich der Direktvertrieb übers Internet. Der weltgrösste Sportartikelhersteller hat in den drei Monaten bis Ende Mai gut 6,3 Mrd. $ Umsatz erzielt, ein Rückgang von 38%. Unter dem Strich resultieren 790 Mio. $ oder 51 Cent pro Aktie Verlust, verglichen mit knapp 990 Mio. $ Gewinn in der Vorjahresperiode. In Nordamerika und Europa waren rund 90% der Nike-Läden während des vergangenen Quartals vorübergehend geschlossen. Ab Mitte Mai wurde der Betrieb je nach Region in unterschiedlichem Tempo wieder aufgenommen. In China sind inzwischen fast alle Filialen geöffnet. In Europa sind es rund 90% und in Nordamerika etwa 85%.

Der Konzern hatte Mitte Mai gewarnt, dass die Lockdowns sein Geschäft materiell beeinträchtigen werden. Per Ende Monat ist das Inventar um gut 30% auf 7,4 Mrd. $ gestiegen; unter anderem, weil Nike weniger Waren an Verkaufspartner ausliefern konnte. Einen deutlichen Zuwachs verbucht dafür der direkte Online-Vertrieb. In diesem Bereich sind die Verkäufe um 75% gestiegen und machen damit fast ein Drittel der Konzerneinnahmen aus.

Was lernen wir daraus?

Die Aktien des weltgrößten Sportartikelherstellers haben die V-förmige Erholung der Märkte komplett mitgemacht, obwohl die Geschäfte geschlossen waren. Die Rettung für das Unternehmen war der Online-Handel. Damit profitierte nicht nur Nike aus dem Online-Geschäft sondern vermutlich auch Amazon und Co. Denn bevor ein Produkt online verkauft wird, muss es dort erst einmal gefunden werden. Hierzu ist Werbung nötig, die wiederum bezahlt werden muss und ein Verkäufer, der die Ware dann online versendet.

Obwohl das Unternehmen Verluste schreibt, traut man ihm wohl sehr schnell zu, auch wieder zu alter Stärke zurück zu kehren, was Umsatz und Ertrag anbelangt. Vergegenwärtigt man sich die Zahlen des letzten Quartals, so hat Nike selbst während der Corona Krise immer noch 70 Millionen USD Umsatz pro Tag generiert. Dies bedeutet 2,9 Millionen USD pro Stunde oder 48.333 USD pro Minute, oder 805 USD pro Sekunde.

Die Welt des Konsums wird zunehmend von wenigen Firmen gelenkt und dominiert.  Hierzu kann man sicher auch Nike zählen. Corona beschleunigt wohl diesen Trend.

Nike-Aktionäre gehen  anscheinend heute schon davon aus, dass das Unternehmen zu alter Stärke zurück finden wird. Obwohl Umsatz und Gewinn das nicht widerspiegeln, steht die Aktie fast so hoch wie vor Corona. Die Krise war quasi nie da. Zudem hat Nike mit rund 12,5 Mrd. $ an Liquidität auch noch genügend Mittel, einen längeren Lockdown finanziell gut zu überstehen.

Fazit: 

Auch wir glauben an eine Erholung der Weltwirtschaft. Was wir jedoch nicht wissen ist, welche Unternehmen die Corona Krise unbeschadet überstehen, welche daran zu Bruch gehen und welche  sogar als Gewinner aus diesem Szenario hervorgehen.

Deswegen überlassen wir die Auswahl der richtigen Titel Profis: Den Fondsmanagern!

Mit unseren Modellportfolios treffen nicht Sie und nicht wir die Entscheidung für die richtigen Titel. Dies übernehmen Fondsmanager. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Nike Aktie befindet sich heute auch in Ihrem Depot, mit über 1.000 weiteren Unternehmen, die wie Sie und ich an eine positive Zukunft glauben.

Zu unseren Modellportfolios

Rechtlicher Hinweis

Keine Anlage ist ohne Risiko. Der Wert eines Investments kann während der Laufzeit einer Vielzahl von Marktrisiken, wie dem Zinsrisiko, dem Kursrisiko, dem Schwankungsrisiko, dem Währungsrisiko, dem Bonitätsrisiko anderer Marktteilnehmer usw. unterliegen.

Aufgrund ungünstiger Entwicklungen dieser Faktoren kann das eingesetzte Kapital zuzüglich der entstandenen Kosten vollständig verloren sein. Bei der Investition in Investmentfonds ist das Totalverlustrisiko durch die breite Streuung sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn einzelne Wertpapiere einen Totalverlust erleiden sollten, ist ein Gesamtverlust durch die breite Diversifikation unwahrscheinlich.

Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, das nach dem Grundsatz der Risikostreuung in verschiedenen Einzelanlagen (z.B.in Aktien, Anleihen, wertpapierähnlichen Anlagen oder Immobilien) investiert ist. Ein Depotinhaber kann mit dem Kauf von Investmentanteilen an der Wertentwicklung sowie den Erträgen des Fondsvermögens teilhaben und trägt anteilig das volle Risiko der durch den Anteilschein repräsentierten Anlagen.

Bei Investmentfonds, die auch in auf fremde Währung lautende Wertpapiere investieren bzw. in Fremdwährung geführt werden, muss berücksichtigt werden, dass sich neben der normalen Kursentwicklung auch die Währungsentwicklung negativ im Anteilspreis niederschlagen kann und Länderrisiken auftreten können, auch wenn die Wertpapiere, in die der Investmentfonds investiert, an einer deutschen Börse gehandelt werden. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die ausländischen Vermögenspositionen – am Maßstab des Euro betrachtet – an Wert.

Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu. Die Währungsentwicklung kann einen Gewinn aufzehren und die erzielte Rendite so stark beeinträchtigen, dass eine Anlage in Euro oder in Vermögenspositionen der Eurozone unter Umständen vorteilhafter gewesen wäre.

Die Angaben über die bisherige Wertentwicklung stellen keine Prognose für die Zukunft dar. Zukünftige Ergebnisse der Investmentanlage sind insbesondere von den Entwicklungen der Kapitalmärkte abhängig. Die Kurse an der Börse können steigen und fallen. Investmentfonds unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge der im Fonds enthaltenen Wertpapiere im Anteilspreis widerspiegeln