Der New Yorker Börsenindex S&P 500 hat mit einem neuen Rekordwert von 3.389 Punkten zu seiner Form aus Zeiten vor der Pandemie zurückgefunden, vor allem wegen der rasanten Kursentwicklung der Tech-Aktien. Dies spiegelt sich auch am gestrigen Rekordstand von 11.421 Punkten der Nasdaq 100 wieder.  Während das Coronavirus weltweit und vor allem in den USA weiter auf dem Vormarsch ist, ließ das breit gefasste Börsenbarometer die drastischen Verluste der vergangenen Wochen gänzlich hinter sich und legte seit dem Tiefpunkt am 23. März 2020 um fast unglaubliche 55 Prozent zu.

Was war passiert?

Die Notenbanken haben weltweit beispiellose geldpolitische Maßnahmen beschlossen. So hat etwa die US-Notenbank (Fed) ihre Bilanz innerhalb kurzer Zeit von rund 4 auf 7 Bio. $ ausgeweitet. Die anderen wichtigen Notenbanken stellen ebenfalls fleissig Liquidität bereit. Per Mitte August erreichte die kumulierte Notenbankbilanz von Bank of Japan, Europäischer Zentralbank und Fed umgerechnet rund 20,7 Bio. $. Die Liquidität der Notenbanken war sicher der wesentliche Treiber für die V-förmige Entwicklung der Aktienkurse und die aktuellen Rekordwerte an den US-Börsen.

Auch Gold hat stark profitiert. Die Aussicht auf eine schmerzhafte Rezession, stark gefallene Realzinsen und präzedenzlose Interventionen von Notenbanken und Regierungen sorgen für eine konstant hohe Nachfrage nach dem Edelmetall. Gemäss Bloomberg halten entsprechende ETF weltweit bereits mehr als 108 Mio. Unzen des Edelmetalls. Nachdem der Preis für eine Feinunze Gold die Marke von 2000 $ überwunden hatte, folgte die Korrektur auf dem Fuss. Inzwischen hat sich die Lage stabilisiert. Die Nachfrage sollte weiter hoch sein, zumal “alternative” Anlagen in Zinspapiere immer weniger interessant werden.

Nach Abzug der Inflation sind die Zinsen in allen wichtigen Regionen negativ. Die Anleihe per se steht also dem Gold mittlerweile als zinsloses Investment in nichts mehr nach. Auch die Volatilität am Bondmarkt hat wieder abgenommen und die Märkte scheinen entsprechend liquide.

Wie geht es weiter?

Das Virus spielt momentan wohl keine große Rolle an den Märkten. Die Börse tut so, als ob nichts gewesen wäre. Hauptgrund ist wohl die massive Liquidität an den Märkten und der zurückkehrende Optimismus vieler Marktteilnehmer mit jeder positiven Nachricht. Hinzu kommt, dass die Aussicht auf Zinsen mit den fiskalpolitischen Maßnahmen der Notenbanken in 2020 nun wohl für sehr, sehr lange Zeit den Dolchstoß bekommen hat. Wo also sollte sich das Geld dann sonst noch mehren, als am Aktienmarkt?

Darüber hinaus rücken die US-Wahlen rücken näher. Präsident Donald Trump steht nicht besonders hoch in der Wählergunst. Die mittlere Zustimmungsrate beläuft sich aktuell auf rund 43,5%. Donald Trump wird alles versuchen um wieder gewählt zu werden. Ein stabiler Aktienmarkt und eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität würden ihm dabei helfen.

Technologieaktien erreichen täglich neue Rekordwerte und dominieren mit Ihrer Marktkapitalisierung die Märkte. 23,53 Prozent des S&P 500 bestehen aus den Big Five Apple, Amazon, Microsoft, Facebook und Alphabet. Diese Unternehmen waren wohl die größten Gewinner der Corona-Krise. Vermutlich wird sich der Trend fortsetzen.

Gibt es nochmals günstigere Kurse?

Aktien galten vor Corna bereits als teuer. Angesichts der enormen Ungewissheit sind Gewinnschätzungen aktuell äusserst schwierig. Bewertungskennzahlen wie das vorwärtsgerichtete Kurs-Gewinn-Verhältnis sind im aktuellen Umfeld deshalb wenig verlässlich. Mit Aussnahme der Technologiekonzerne ächzen weite Teile der restlichen Weltwirtschaft unter den aktuellen und wohl auch künftigen Folgen der Corona Krise. Die Aktienkurse vieler Firmen scheinen komplett entkoppelt von der realwirtschaftlichen Entwicklung.

Einige Schlagzeilen geben zu denken

Arbeitslosenquote in den USA bei über 10 Prozent im Vergleich zu 3,5 Prozent vor Corona 

Topmanager machen bei Aktien der eigenen Unternehmen Kasse

Warren Buffett hortet so viel Cash wie nie

Wegen Corona stehen in Manhatten tausende Wohnungen leer

Fazit: 

Seit den Tiefstständen vom 23. März 2020 kennt die Entwicklung der Aktienkurse nur eine Richtung: Nach oben!

Die Kurse haben sich raketenhaft in einer V-förmigen Entwicklung zu alten Ständen katapultiert. Vor allem die massive Liquidität und fehlende Anlagealternativen werden auch künftig Triebfeder an den Märkten bleiben. Der Optimismus und Risikoappetit ist bei den meisten Anlegern zurück.

Langfristig wird der Aktienmarkt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit deutlich höhere Kurse sehen und alternativlos bleiben. Allein die fehlenden Zinsen sind dafür Grund genug. Wer den Kursen in den letzten Monaten tatenlos hinterher geschaut hat, der sollte auch jetzt nichts überstürzen. Wir haben in den letzten Wochen wohl die rasanteste Aufholjagd und den rasantesten Kursanstieg aller Zeiten gesehen, allein deshalb, weil dieser in ein sehr kurzes Zeitfenster gefallen ist.

Persönlich rechnen wir nicht mehr mit einem weltweiten Shut-Down, auch wenn eine zweite Welle kommen sollte. Persönlich rechnen wir auch damit, dass die Märkte mittlerweile “gelernt” haben, mit Corona umzugehen. Persönlich glauben wir aber auch, dass die Entwicklung der Aktienkurse dann doch etwas zu schnell nach oben ging. Historisch hat sich in ausnahmslos jedem Jahr die Möglichkeit gegeben, Aktien “günstig” zu kaufen.

Seit 1980 schloss der S&P 500 30 von 39 Jahresperioden positiv und nur 9 Jahresperioden mit einem Verlust ab.

Im Jahresverlauf hingegen fuhr der Index fast immer Verluste ein – im Schnitt rund 14 Prozent. Das Jahr 2020 wird wohl als eines der günstigsten Kaufgelegenheiten der Geschichte in den Kalender eingehen.

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Quelle: JP Morgan

Unsere Meinung: 

Sie sind bereits Kunde und haben Ihr ganzes Geld angelegt: 

Wenn Sie bereits Kunde sind, so bleiben Sie in Ihrem aktuellen Modellportfolio investiert. Bei Anlagesummen größer 100 TEUR kann es überlegenswert sein, einen Teil des Depots (bis zu 25 Prozent) nach den gut gelaufenen Börsen in Cash umzuwandeln um auf günstigere Einstiege zu warten.

Sie sind bereits Kunde und haben anderweitig Festgelder oder Tagesgelder:

Wenn Sie anderweitig zu unserem Depot noch weiteres Geldvermögen besitzen, so suchen Sie in den nächsten Tagen und Wochen das aktive Gespräch mit uns. Gerne würden wir bei der nächsten Korrektur Ihre Rendite im Depot durch Zuzahlungen weiter optimieren. Dazu sollten wir aber frühzeitig sprechen, da Korrekturen oftmals schnell von statten gehen und wir vorab schon unseren Plan besprechen sollten.

Sie sind Kunde oder Nichtkunde und überwiegend nicht investiert:

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Sie warten mit der gesamten vefügbaren Summe auf die nächste Korrektur oder Sie beginnen ab sofort mit einem ratierlichen Investment in die Märkte über die nächsten 36 Monate. So partizipieren Sie zumindest in Teilbeträgen von ggfs. weiter steigenden Märkten und besitzen trotzdem noch anteilig ausreichende Liquidität, sollte die Börsen nochmals deutlich korrigieren. Nicht investiert zu sein ist für die nächsten Jahre auf jeden Fall keine Lösung!

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